Verpackungsmaschinen: Arten, Kosten und die richtige Auswahl für Ihren Betrieb
Sie möchten schneller verpacken, Ihr Team entlasten und Ihre Produkte zuverlässig schützen? Eine passende Verpackungsmaschine kann genau dabei helfen. Entscheidend ist, dass sie zu Ihrem Produkt, Ihrer Verpackung und Ihren täglichen Abläufen passt.
Bei Adrians betrachten wir Maschine, Verpackungsmaterial und Arbeitsplatz gemeinsam. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Verpackungsmaschinen es gibt, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und wie Sie die Wirtschaftlichkeit einschätzen. So können Sie Angebote gezielt vergleichen und vermeiden eine Investition, die später mehr Arbeit macht als sie abnimmt.
Welche Verpackungsmaschine passt zu Ihrem Betrieb?
Die Auswahl beginnt bei Ihrer Verpackungsaufgabe. Soll ein Produkt in einen Beutel gefüllt, eine Schale versiegelt, ein Karton verschlossen oder eine Palette für den Transport gesichert werden? Jeder dieser Schritte stellt andere Anforderungen an die Technik.
Die folgende Übersicht gibt Ihnen eine erste Orientierung. Die konkrete Eignung hängt zusätzlich von Produkt, Material und gewünschter Leistung ab.
| Verpackungsaufgabe |
Mögliche Maschinenlösung |
Wichtige Auswahlkriterien |
| Pulver, Granulat oder lose Lebensmittel in Beutel füllen |
Dosiersystem mit Schlauchbeutelmaschine oder Maschine für vorgefertigte Beutel |
Fließverhalten, Dosiergenauigkeit, Staubentwicklung |
| Einzelprodukte in Folie verpacken |
Horizontale Schlauchbeutelmaschine oder Folienschweißmaschine |
Produktabmessungen, Empfindlichkeit, Folieneignung |
| Flüssigkeiten oder Pasten abfüllen |
Abfüllmaschine mit passender Verschließtechnik |
Viskosität, Füllmenge, Behälter und Reinigung |
| Produkte in Schalen verpacken |
Traysealer |
Schalenformat, Siegelmaterial und gewünschte Verpackungsatmosphäre |
| Produkte vakuumieren |
Vakuumverpackungsmaschine |
Produkt, Beutel oder Verpackungsformat und erforderliche Leistung |
| Produkte in Versand- oder Verkaufskartons verpacken |
Kartonaufrichter, Kartonierer und Kartonverschließer |
Kartonformate, Produktanordnung und Verschluss |
| Packstücke bündeln oder sichern |
Umreifungsmaschine |
Packstückgröße, Bandmaterial und erforderliche Spannung |
| Palettierte Ware sichern |
Stretchwickler |
Ladungsstabilität, Palettenmaße und Folienverbrauch |
| Empfindliche Waren im Versandkarton polstern |
Papierpolstermaschine |
Produktempfindlichkeit, Gewicht, Hohlraum und Polsterbedarf |
Bevor Sie Angebote anfordern, sollten Sie fünf Fragen beantworten können: Was verpacken Sie? In welche Verpackung? In welcher Menge? Welche Arbeitsschritte möchten Sie automatisieren? Und wie viel Platz steht Ihnen zur Verfügung?
Verpackungsmaschinen und Packplatzlösungen bei Adrians
Bei Adrians finden Sie Lösungen für Umreifung, Palettenverpackung und das Polstern von Versandgütern. Dazu kommen Packtische und Geräte, die manuelle Arbeitsschritte erleichtern. Welche Kombination für Sie sinnvoll ist, richtet sich nach Ihrem Produkt und Ihrem bisherigen Ablauf.
Umreifung und Palettenverpackung
Halb- und vollautomatische Umreifungs-, Stretch- und Wickelsysteme unterstützen wiederkehrende Verpackungsaufgaben. Wichtig ist die Abstimmung auf Packstück, Ladung und Material. Bei Stretchmaschinen sollten beispielsweise Wickelprogramm und Folienvorspannung zu Ihrer Palettenladung passen.
Papierpolstermaschinen und Verschlussgeräte
Papierpolstermaschinen erzeugen Polster- und Füllmaterial direkt am Packplatz. Sie sind eine mögliche Lösung, wenn empfindliche Waren im Karton geschützt werden müssen. Für den Kartonverschluss bieten wir auch elektrische Nassklebebandspender an, die das Band in der gewünschten Länge ausgeben und befeuchten.
Ergonomische Packtische
Ein gut organisierter Packplatz verkürzt Wege und erleichtert den Zugriff auf Kartons, Füllmaterial und Werkzeuge. Unsere Packtische lassen sich an unterschiedliche Aufgaben im Lager, in der Produktion und im Versand anpassen.
Entdecken Sie unsere Maschinen und Packtische.
Was sind Verpackungsmaschinen und wie funktionieren sie?
Verpackungsmaschinen übernehmen einzelne oder mehrere Schritte beim Verpacken von Waren. Sie können beispielsweise Verpackungen formen, Produkte dosieren, Beutel befüllen, Kartons verschließen oder Paletten umwickeln.
Ein Verpackungsgerät unterstützt meist eine begrenzte Aufgabe, etwa das Verschweißen eines Beutels. Eine Einzelmaschine übernimmt einen bestimmten Prozessschritt. In einer Verpackungsanlage arbeiten mehrere Stationen zusammen – zum Beispiel Dosierung, Beutelherstellung, Kontrolle und Kartonverpackung.
Primärverpackung, Umverpackung und Transportverpackung
Für die Auswahl hilft es, drei Aufgaben zu unterscheiden:
- Primärverpackung: Die Verpackung umschließt das Produkt direkt, beispielsweise ein Beutel für Kaffee oder eine Schale für Lebensmittel.
- Umverpackung: Sie fasst bereits verpackte Produkte zusammen, beispielsweise mehrere Beutel in einem Karton.
- Transportverpackung: Sie schützt und sichert die Ware während Lagerung und Transport, beispielsweise eine umwickelte Palette.
Der typische Verpackungsablauf
Je nach Anwendung wird das Produkt zugeführt, dosiert oder eingelegt, verpackt und anschließend verschlossen. Danach können Gewicht, Verschluss oder Kennzeichnung kontrolliert werden. Weitere Stationen übernehmen das Kartonieren und Palettieren.
Bei der Planung sollten Sie den gesamten Ablauf betrachten. Eine schnelle Verpackungsmaschine bringt wenig, wenn die Produkte nicht rechtzeitig ankommen oder sich die fertigen Packungen dahinter stauen.
Welche Arten von Verpackungsmaschinen gibt es?
Die folgende Übersicht erläutert die wichtigsten Verfahren am Markt. Für Ihre konkrete Aufgabe beraten wir Sie zur passenden Lösung aus unserem Angebot und klären gemeinsam den benötigten Umfang.
Abfüll- und Dosiermaschinen
Diese Maschinen bringen eine definierte Produktmenge in die Verpackung. Welches Dosierverfahren passt, hängt vom Füllgut ab. Pulver benötigt andere Technik als Stückware oder eine zähflüssige Paste.
Achten Sie auf die erreichbare Genauigkeit mit Ihrem tatsächlichen Produkt. Überfüllung kostet Material und Geld; ungleichmäßige Füllmengen führen zu zusätzlichem Prüfaufwand. Auch Reinigung und Produktwechsel gehören in den Vergleich.
Schlauchbeutelmaschinen und Maschinen für vorgefertigte Beutel
Schlauchbeutelmaschinen formen eine Verpackung aus Folie von der Rolle, bringen das Produkt ein und verschließen den Beutel. Vertikale Maschinen werden häufig für rieselfähige Produkte eingesetzt. Horizontale Maschinen eignen sich unter anderem für einzeln zugeführte Produkte.
Maschinen für vorgefertigte Beutel verarbeiten dagegen bereits hergestellte Verpackungen, etwa geeignete Standbodenbeutel. Welche Lösung wirtschaftlicher ist, hängt unter anderem von Beutelform, Materialkosten, Produktionsmenge und Produktwechseln ab.
Folienschweiß- und Schrumpfmaschinen
Folienschweißmaschinen verschließen geeignete Folien durch Wärme. Bei der Schrumpfverpackung wird eine dafür ausgelegte Folie anschließend erwärmt, sodass sie sich um das Packgut legt.
Solche Lösungen kommen beispielsweise beim Bündeln von Produkten oder beim Verpacken von Verkaufssets infrage. Prüfen Sie dabei die Temperaturempfindlichkeit Ihrer Ware und ob die Verpackung den erforderlichen Schutz bietet.
Vakuumverpackungsmaschinen, Tiefziehmaschinen und Traysealer
Vakuumverpackungsmaschinen entziehen der Verpackung Luft und verschließen sie. Tiefziehverpackungsmaschinen formen Verpackungsmulden aus geeignetem Material, die nach dem Befüllen mit einer Oberbahn versiegelt werden. Traysealer verschließen vorgefertigte Schalen mit einer passenden Deckelfolie.
Je nach Ausstattung sind auch Verpackungen mit Schutzatmosphäre oder Skin-Verpackungen möglich. Bei Skin-Verpackungen legt sich die Folie eng an das Produkt an. Welche Variante passt, hängt von Produkt, Präsentation und Schutzanforderungen ab. Eine verlängerte Haltbarkeit muss für das konkrete Lebensmittel und Verfahren geprüft werden.
Kartonaufrichter, Kartonierer und Kartonverschließer
Kartonaufrichter formen Kartons aus flachliegenden Zuschnitten. Kartonierer verpacken Produkte oder Produktgruppen in Kartons. Kartonverschließer übernehmen den passenden Verschluss, etwa mit Klebeband oder Klebstoff.
Für Versandbetriebe können einzelne Stationen bereits eine spürbare Entlastung bringen. Bei häufig wechselnden Kartongrößen sollten Sie besonders auf die Anpassung der Maschine und die dafür benötigte Zeit achten.
Umreifungsmaschinen, Stretchwickler und Palettierer
Umreifungsmaschinen legen ein Band um Packstücke oder Gebinde. Stretchwickler umhüllen palettierte Ware mit Stretchfolie. Palettierer stapeln Packstücke nach einem festgelegten Muster auf Paletten.
Diese Lösungen unterstützen die Endverpackung und Transportsicherung. Die Stabilität der Ladeeinheit hängt jedoch auch von Stapelmuster, Gewicht, Verpackung und Transportbedingungen ab. Mehr Folie allein ist noch keine gute Sicherung.
Papierpolstermaschinen
Diese Systeme verarbeiten Papier zu Füllmaterial oder schützenden Polstern. Das Material wird direkt am Packplatz hergestellt und nach Bedarf in den Karton eingebracht. Bei der Auswahl zählen Produktgewicht, Empfindlichkeit, Hohlraum und die benötigte Polstermenge. Ob eine Lösung ausreichend schützt, lässt sich am besten mit einer repräsentativen Verpackung und einem geeigneten Transporttest beurteilen.
Ergänzende Kennzeichnungs- und Kontrolltechnik
Etikettierer, Drucksysteme, Kontrollwaagen und weitere Inspektionssysteme ergänzen eine Verpackungslinie. Welche Kontrollen sinnvoll oder erforderlich sind, richtet sich nach Ihrem Produkt und den Anforderungen an den Prozess.
Halbautomatisch oder vollautomatisch – was lohnt sich für Sie?
Bei halbautomatischen Maschinen übernimmt Ihr Team weiterhin bestimmte Handgriffe, beispielsweise das Einlegen eines Produkts oder das Zuführen eines Kartons. Die Maschine führt anschließend den vorgesehenen Arbeitsschritt aus.
Vollautomatische Lösungen übernehmen mehr Prozessschritte und lassen sich häufig mit vor- und nachgelagerten Stationen verbinden. Materialnachschub, Reinigung, Umrüstung und Überwachung können trotzdem Personal erfordern.
| Kriterium |
Halbautomatische Lösung |
Vollautomatische Lösung |
| Mitarbeit im Prozess |
Mehr manuelle Handgriffe |
Weniger manuelle Eingriffe im laufenden Prozess |
| Investition |
Bei vergleichbarer Aufgabe häufig geringer |
Häufig höher, besonders bei verketteten Anlagen |
| Typischer Einsatz |
Kleinere Mengen, wechselnde Aufgaben, schrittweiser Einstieg |
Wiederkehrende Aufgaben und höherer Durchsatz |
| Entscheidender Prüfpunkt |
Tatsächlicher Personal- und Zeitaufwand |
Auslastung und Abstimmung der gesamten Linie |
Eine feste Stückzahl, ab der sich Vollautomatisierung lohnt, gibt es nicht. Ein aufwendiger manueller Prozess kann schon bei kleineren Mengen wirtschaftlich automatisiert werden. Bei vielen unterschiedlichen Produkten kann Flexibilität dagegen wichtiger sein als maximale Geschwindigkeit.
Unser Tipp: Suchen Sie zuerst den größten Engpass. Vielleicht reicht ein Kartonverschließer oder eine zuverlässige Dosierung, um Ihren Ablauf deutlich zu verbessern. Eine spätere Erweiterung sollten Sie dabei von Anfang an mitdenken.
Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?
Produkt und Verpackungsmaterial
Beschreiben Sie Ihr Produkt möglichst genau: Abmessungen, Gewicht, Konsistenz und Empfindlichkeit beeinflussen die Auswahl. Bei Lebensmitteln können zusätzlich Temperatur, Feuchtigkeit und Reinigungsanforderungen eine Rolle spielen.
Auch das Verpackungsmaterial muss zur Maschine passen. Folienstärke, Siegeleigenschaften, Kartonqualität oder Beutelform beeinflussen den Prozess. Lassen Sie die gewünschte Kombination aus Produkt und Material vor dem Kauf testen.
Tatsächliche Leistung statt maximaler Taktzahl
Die maximale Maschinenleistung sagt wenig darüber aus, wie viele verkaufsfähige Packungen Sie am Ende einer Schicht erhalten. Formatwechsel, Reinigung, Materialnachschub, Störungen und Ausschuss verringern die nutzbare Produktionszeit.
Vergleichen Sie Angebote deshalb anhand Ihrer realen Aufgabe: Welche Menge guter Packungen schafft die Lösung mit Ihrem Produkt und Ihrem Material unter vereinbarten Bedingungen?
Platzbedarf und Einbindung
Berücksichtigen Sie neben der Maschine auch Zuführung, Auslauf, Materiallagerung und Arbeitsflächen. Wartung und Reinigung brauchen ebenfalls Platz. Prüfen Sie außerdem die benötigten Anschlüsse und die Schnittstellen zu bestehenden Stationen.
Bedienung, Wartung und Ersatzteile
Eine verständliche Bedienung erleichtert den Alltag. Fragen Sie nach Schulungen, Wartungsintervallen, typischen Verschleißteilen und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Klären Sie auch, wie Unterstützung bei Störungen abläuft und welche Kosten dafür entstehen.
Flexibilität für spätere Veränderungen
Wenn neue Produktgrößen oder Verpackungsmaterialien geplant sind, sollten sie schon im Angebot berücksichtigt werden. Klären Sie, welche Formatteile nötig sind, wie lange ein Wechsel dauert und welche Erweiterungen technisch möglich sind.
Was kosten Verpackungsmaschinen wirklich?
Eine kleine Einzelmaschine und eine komplette Verpackungslinie sind preislich kaum vergleichbar. Die Kosten hängen unter anderem von Verfahren, Automatisierung, Leistung, Ausstattung und individuellen Anpassungen ab. Ein belastbarer Preis entsteht deshalb erst aus einer klar beschriebenen Verpackungsaufgabe.
Anschaffung und zusätzliche Projektkosten
Neben dem Maschinenpreis sollten Sie Transport, Aufstellung, Installation und Inbetriebnahme berücksichtigen. Hinzu kommen gegebenenfalls Formatteile, Schnittstellen, Anpassungen an vorhandene Anlagen und Schulungen. Fragen Sie ausdrücklich, welche Positionen im Angebot enthalten sind.
Laufende Betriebskosten
Für die Wirtschaftlichkeit zählen auch Personal, Verpackungsmaterial, Energie, Wartung und Verschleißteile. Ausschuss und ungeplante Stillstände verursachen ebenfalls Kosten. Vergleichen Sie daher die Gesamtkosten je verwendbarer Packung bei Ihrer erwarteten Auslastung.
Neu oder gebraucht?
Eine gebrauchte Verpackungsmaschine kann den Einstieg günstiger machen. Entscheidend sind Zustand, Eignung und die langfristige Nutzbarkeit.
Prüfen Sie Wartungshistorie, Verschleiß, vorhandene Dokumentation, Steuerung und Ersatzteilversorgung. Auch Demontage, Transport, Anpassung und erneute Inbetriebnahme müssen in die Kalkulation. Ein Probelauf mit Ihrem Produkt hilft, die tatsächliche Eignung einzuschätzen.
Beispiel: Wann amortisiert sich die Investition?
Die folgende Rechnung ist ein vereinfachtes Beispiel mit frei gewählten Annahmen, kein Marktpreis und keine Einspargarantie.
Angenommen, Maschine und Inbetriebnahme kosten zusammen 30.000 Euro. Sie sparen monatlich 60 Arbeitsstunden, bewertet mit 30 Euro je Stunde. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Nutzen von 1.800 Euro im Monat. Für zusätzliche Wartung und Energie setzen Sie 300 Euro monatlich an. Der monatliche Nettonutzen beträgt damit 1.500 Euro.
30.000 Euro ÷ 1.500 Euro = 20 Monate Amortisationszeit.
Die Rechnung berücksichtigt keine Finanzierung, Steuern oder Restwerte. Weitere Material- und Ausschusskosten müssten ergänzt werden. Außerdem ist frei werdende Arbeitszeit nur dann eine unmittelbare Kosteneinsparung, wenn entsprechende Ausgaben tatsächlich sinken. Wird Ihr Team stattdessen für andere Aufgaben eingesetzt, entsteht vor allem zusätzliche Kapazität.
Welche Anforderungen gelten in Ihrer Branche?
Lebensmittel
Hier stehen Produktschutz, Hygiene und eine geeignete Reinigung im Vordergrund. Prüfen Sie die Eignung produktberührender Materialien und die Zugänglichkeit der Maschine. Das Verpackungsverfahren muss zum Lebensmittel und zum vorgesehenen Lagerungs- und Haltbarkeitskonzept passen.
Pharma und Kosmetik
Je nach Produkt sind unter anderem Dosiergenauigkeit, Rückverfolgbarkeit, Dokumentation und reproduzierbare Abläufe wichtig. Pharmazeutische Produkte und Kosmetik haben unterschiedliche Anforderungen. Beschreiben Sie deshalb frühzeitig, welche Nachweise und Prüfungen Ihr konkreter Prozess benötigt.
Industrie und Versand
Hier zählen beispielsweise mechanischer Schutz, stabile Gebinde und ein zuverlässiger Ablauf bei unterschiedlichen Formaten. Bei empfindlichen Produkten können zusätzlich Feuchtigkeits- oder Korrosionsschutz relevant sein.
Für alle Branchen gilt: Lassen Sie sich im Angebot bestätigen, welche Ihrer Anforderungen die konkrete Maschine erfüllt. Allgemeine Aussagen wie „für Lebensmittel geeignet“ ersetzen keine Prüfung Ihrer Anwendung.
Wie können Sie Materialverbrauch und Ausschuss reduzieren?
Eine wirtschaftliche Verpackung verwendet so viel Material wie nötig, um das Produkt zuverlässig zu schützen. Zu große Verpackungen, unpassende Folien oder instabile Einstellungen können unnötige Kosten verursachen.
Prüfen Sie zunächst Verpackungsgröße, Materialeinsatz und Verschlussqualität. Wenn Sie Materialien wechseln möchten, testen Sie ihre Verarbeitung auf der vorgesehenen Maschine. Ein anderes Material kann neue Einstellungen oder Anpassungen erfordern.
Bewerten Sie Verbesserungen anhand messbarer Größen: Materialverbrauch je guter Packung, Ausschussquote, Energieverbrauch und Transportschäden. Eine dünnere Folie bringt wenig, wenn danach mehr Produkte beschädigt werden. Auch die Recyclingfähigkeit hängt von der gesamten Verpackung und dem vorgesehenen Entsorgungsweg ab.
Von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme
1. Anforderungen zusammenstellen
Erstellen Sie eine kurze Beschreibung Ihrer Verpackungsaufgabe. Je genauer die Angaben, desto besser lassen sich Angebote vergleichen.
Checkliste für Ihre Anfrage:
- Produktbeschreibung, Maße und Gewicht.
- Gewünschte Verpackungsform und vorhandenes Verpackungsmaterial.
- Benötigte Menge pro Stunde oder Schicht sowie saisonale Spitzen.
- Anzahl der Produkte und Formate sowie Häufigkeit der Wechsel.
- Arbeitsschritte, die automatisiert werden sollen.
- Platz, Anschlüsse und bestehende Anlagen.
- Anforderungen an Hygiene, Kontrolle und Kennzeichnung.
- Budgetrahmen, Termin und geplante Erweiterungen.
2. Angebote auf derselben Grundlage vergleichen
Vergleichen Sie neben dem Preis auch Leistungsumfang, zugesicherte Eigenschaften und Service. Wichtig ist, ob die Anbieter dieselbe Aufgabe kalkuliert haben. Eine günstigere Maschine kann zusätzliche Handarbeit oder nicht enthaltene Komponenten erfordern.
3. Verpackungsversuche durchführen
Lassen Sie Ihre Produkte mit den vorgesehenen Materialien testen. Beurteilen Sie Verpackungsqualität, erreichbare Leistung, Bedienung und Formatwechsel. Halten Sie Ergebnisse und vereinbarte Bedingungen schriftlich fest.
4. Abnahme und Schulung planen
Vereinbaren Sie vor dem Kauf, wie die Leistung geprüft wird und welche Kriterien die Maschine bei der Abnahme erfüllen soll. Planen Sie außerdem Zeit für Installation, Schulung und den Produktionsanlauf ein. Klären Sie, wer bei Problemen erreichbar ist und wie Wartung organisiert wird.
Häufige Fragen zu Verpackungsmaschinen
Welche Verpackungsmaschine eignet sich für kleine Unternehmen?
Das hängt von Ihrer Aufgabe ab. Kompakte Einzelmaschinen und halbautomatische Lösungen können ein sinnvoller Einstieg sein. Entscheidend ist, dass sie den größten Engpass beseitigen und mit Ihrer Produktvielfalt zurechtkommen.
Ab welcher Menge lohnt sich Automatisierung?
Es gibt keine allgemeingültige Mindestmenge. Berücksichtigen Sie Zeitbedarf, Personalaufwand, Auslastung, Verpackungsqualität und Betriebskosten. Vergleichen Sie Ihren heutigen Ablauf mit der geplanten Lösung anhand realistischer Zahlen.
Kann eine Maschine mehrere Produkte und Formate verpacken?
Viele Maschinen können unterschiedliche Formate verarbeiten, allerdings innerhalb festgelegter Grenzen. Produktwechsel können Einstellungen, Werkzeuge oder Formatteile erfordern. Lassen Sie die benötigten Varianten ausdrücklich prüfen und kalkulieren.
Worauf sollten Sie bei einer gebrauchten Verpackungsmaschine achten?
Prüfen Sie Zustand, Wartungshistorie, Dokumentation und Ersatzteilversorgung. Stellen Sie sicher, dass die Maschine Ihr Produkt und Material zuverlässig verarbeitet. Kalkulieren Sie auch Transport, Anpassungen und Inbetriebnahme.
Welche Angaben braucht ein Anbieter für ein passendes Angebot?
Mindestens Produkt, Verpackung, gewünschte Leistung und Automatisierungsgrad. Fotos, Muster, Formatlisten und Informationen zu Ihrem bisherigen Ablauf helfen, die Aufgabe genauer einzuschätzen.
Ihre Verpackungslösung mit Adrians: Material und Technik aufeinander abstimmen
Als Familienunternehmen mit über 50 Jahren Erfahrung unterstützen wir Sie bei der Auswahl passender Verpackungslösungen. Dabei betrachten wir nicht nur die Maschine: Karton, Polstermaterial, Umreifungsband und Stretchfolie müssen ebenfalls zur Aufgabe passen. So können Sie Ihren Verpackungsprozess als Ganzes verbessern.
Wir beraten Sie persönlich und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Lösung für Ihren Bedarf. Als Partner im PackSynergy-Verbund verbinden wir unser Verpackungsangebot mit dem Know-how unseres Netzwerks. Unser Standort ist Bad Säckingen; zu unseren Kunden gehören Unternehmen in Baden-Württemberg und der Schweiz.
Sprechen Sie mit uns über Ihren Verpackungsprozess
Möchten Sie Paletten effizienter wickeln, Packstücke umreifen oder Ihren Versandarbeitsplatz verbessern? Senden Sie uns eine kurze Beschreibung Ihrer Aufgabe. Angaben zu Produkt, Verpackung und täglicher Menge helfen uns, Ihren Bedarf einzuordnen.
Wir beraten Sie persönlich und erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.